Die traditionelle chinesische Medizin (TCM) hat sich als beliebte Heilkunde bewährt. Der Reishi (Ling Zhi in Korea genannt) ist einer der bekanntesten Vitalpilze und wird seit über viertausend Jahren als Heilmittel für verschiedene Leiden eingesetzt. Ganz ungefährlich ist die Einnahme des Reishi allerdings nicht.

Für was ist Reishi-Pilz gut?

Den Reishi findet man vermehrt an Laubbäumen. Dort wächst er als Schwächeparasit und sein Hut ist mit einer glänzenden Schicht überzogen. Der Pilz ist zwar essbar, aber ungenießbar, denn er schmeckt bitter, seine Konsistenz ist zäh und damit nicht zum Kochen geeignet. Dafür wird er aber zur Bekämpfung und Vorbeugung diverser Beschwerden eingesetzt. In China bezeichnet man den Reishi als „Pilz des ewigen Lebens“. Der Pilz findet unter anderem bei chronischer Hepatitis, Krebs, einem schwachen Immunsystem, Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Asthma und Nieren- und Gelenksentzündungen Verwendung. Er soll eine schützende Wirkung für Magen und Leber haben und den Blutzucker stabilisieren. Der Reishi kann Schlaflosigkeit und Müdigkeit entgegenwirken und ist stresslösend. In einigen Fällen wirkt sich der Pilz positiv auf depressive Störungen aus. Das alles kann er, weil er Chemikalien enthält, die eine solche Wirkung auslösen.

Oft wird er auch zum „Detox„, also zur Entgiftung, eingesetzt. Nicht bei akuten Vergiftungen, aber er hilft, Schadstoffe aus dem Körper zu bekommen, die sich in unseren Lebensmitteln oder in Kosmetika verstecken. Eine Studie belegt sogar, dass der Pilz beim Abnehmen helfen soll. Er vermindert die Gewichtszunahme, wie auch die Fettansammlung im Körper.

Welche Nebenwirkungen hat Reishi?

Je nach Dosis und Art der Einnahme, reagiert jeder Körper anders auf den Reishi und Nebenwirkungen können auftreten. Trockenheit im Mund, Rachenraum und in der Nase geht oft mit einem Juckreiz und Ausschlag einher. Bei falscher oder zu lange Einnahme kann der Pilz Durchfall, blutigen Stuhlgang, Schwindel, Kopfschmerzen oder Nasenbluten verursachen. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte der Pilz vermieden werden, da es keine konkreten Studien oder Informationen darüber gibt, wie sich der Pilz auf ein Baby auswirkt. Bei manchen Menschen erhöht sich durch die Einnahme des Pilzes das Blutungsrisiko bei einer Blutgerinnungsstörung. Wie bereits angesprochen kann der Reishi den Blutdruck senken, bei niedrigem Blutdruck ist also Vorsicht geboten

Wie lange muss man Reishi einnehmen bis es wirkt?

Wie schon erwähnt, ist der Reishi als Speisepilz ungenießbar. Für die medizinische Verwendung geeignet ist er in Form eines Pulvers, getrocknet, als Injektionen oder Tinktur, als Tee und in Form von Kapseln. Wichtig ist hier die Qualitätsüberprüfung (am besten Bio-Qualität). Die angegebene Tagesdosis sollte dringend eingehalten werden. In der TCM liegt die durchschnittliche Tagesdosis für die pulverisierte Form zwischen 1500 mg und 9000 mg pro Tag. Die gängige Dosierung bei einer Tinktur liegt bei 10 bis 20 ml drei Mal täglich. Für die Zubereitung eines Tees und einer Tinktur lassen sich einige Rezepte im Internet und in TCM Büchern finden.

Bildnachweis:

ExQuisine – stock.adobe.com